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Vortrag ‚Extrem rechte Mobilisierungsstrategien‘ am 10.06 in Rosdorf
Facebook, Instagram, YouTube, TikTok, Szeneklamotten, Wandern, Kampfsport – die politisch extreme Rechte hat viele eher Medien und Strategien um ihre anti emanzipatorische und menschenfeindliche Meinung zu äußern und neue, gerade junge Menschen in ihre Richtung zu ziehen. Dieser Vortrag zeigt exemplarisch ein paar Strategien auf und ordnet sie ein. Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Übersicht über die extrem rechte Szene in Südniedersachsen.
Veranstaltet vom Bündnis ‚Rosdorf für Vielfalt‘
10.06.2026 | 19 Uhr | Familienzentrum Rosdorf (Anne-Frank-Weg 2)
Podiumsgespräch zu neonazistischer Gewalt und dem Kampf dagegen in den 80er und 90er Jahren im „braunen“ Südniedersachsen‘
Rechte Gewalt im „roten“ Göttingen?
Podiumsgespräch zu neonazistischer Gewalt und den Kämpfen dagegen in den 80er und 90er Jahren in und um Göttingen.
08.06.2026 | 19:00 Uhr | Auditorium Göttingen (Weender Landstraße 2)
in Kooperation mit dem AStA der Universität Göttingen
Ab 17:30 Uhr wird außerdem die Ausstellung „Migrantischer Widerstand im Hamburg der 1990er Jahre“ von Gürsel Yıldırım gezeigt.
Leuchtspurmunition, die aufs JuzI abgeschossen wird; ein Nazi-Zentrum in Mackenrode; 200 Schüler*innen, die in Northeim gegen die zunehmende rechte Gewalt demonstrieren; eine Schlägerei “zwischen einer Gruppe Neonazis und ausländischen DemonstrantInnen”, in deren Verlauf die Polizei zwei Libanes*innen, jedoch keine Neonazis festnimmt.
Die 80er und 90er Jahre im Landkreis Göttingen sind von massiver rechter und rassistischer Gewalt geprägt, aber auch von einer sich formierenden antifaschistischen und migrantischen Gegenwehr.
Die Podiumsgäste werden sowohl aus persönlicher Erfahrung als auch aus wissenschaftlicher Perspektive auf die Zeit der 1980er und 1990er Jahre zurückblicken. Dabei soll es neben der rechten Gewalt, den Nazi-Strukturen aus denen sie hervorging und den gesellschaftlichen Bedingungen, die sie ermöglicht haben, auch um antirassistische und antifaschistische Kämpfe gehen. Ebenso wie um die Frage was wir heute, mehr als 40 Jahre danach, aus dieser Zeit und ihren Kämpfen lernen können.
Buchvorstellung und Lesung ‚Hamburgs Baseballschlägerjahre – Rechte und rassistische Gewalt in den 1980er Jahren‘
‚Hamburgs Baseballschlägerjahre – Rechte und rassistische Gewalt in den 1980er Jahren. Gesellschaftliche Ursachen und staatliche Reaktionen‘
mit Felix Krebs und Florian Schubert
05.06.2026 | 19 Uhr | Buchladen ‚Rote Straße‘ (Nikolaikirchhof 7, Göttingen)
in Kooperation mit dem Buchladen ‚Rote Straße‘ und dem AStA der Universität Göttingen
Geflüchtetenunterkünfte, die brennen, Neonazis die Menschen jagen, angreifen, schwer und zum Teil tödlich verletzten. Der rassistische Mob, der sich vor dem brennenden Sonnenblumenhaus in Rostock eine Bratwurst kauft, das Grundrecht auf Asyl, dass in Folge der rassistischen Mobiliserungen faktisch abgeschafft wird. Die 1990er Jahre sind als sogenannte ‘Baseballschlägerjahre’ in die Geschichte eingegangen. Aber die eskalierende rechte Gewalt kam nicht aus dem Nichts und begann nicht erst mit dem Jahreswechsel 1989-1990.
In ihrem Buch zeichnen Felix Krebs und Florian Schubert die Alltäglichkeit rechter Gewalt und die Bedingungen unter denen sie entstehen konnte im Hamburg der 1980er Jahre nach. Sie führen auf, dass es in den 1980er Jahren in Hamburg mindestens acht Tötungen mit möglichem rechtem/rassistischem Hintergrund und mindestens 13 Bomben- und Brandanschläge, sowie über sechzig vollendete Körperverletzungen mit zum Teil mehreren Opfern und zum Teil schweren Verletzungen, gab.
Durch ihr Buch zeigen sie, dass rechte Gewalt bis hin zu Morden kein Phänomen ist, welches vor allem durch den aggressiven Nationalismus seit der Wiedervereinigung, oder durch spezifische Ursachen in der ehemaligen DDR erklärt werden kann, sondern ihre Ursache vor allem in der Gesellschaft der alten Bundesländer hatte.
Im Anschluss an die Buchvorstellung wird es Raum für Fragen geben.
Der Buchladen Rote Straße ist über Treppen oder eine steile Rampe, die mit Unterstützung befahrbar ist, erreichbar.
Am 21.05.93 wurde Michi Romanowski von Neonazis aus rassistischen Gründen umgebracht
Zum 33. Jahrestag der rassistisch motivieren Tötung von Michael Romanowski gedenken wir ihm und allen Betroffenen und Opfern (extrem) rechter Gewalt und veröffentlichen den Text ‚Geschichten derer erzählen, die fehlen – Namen lernen, die wir noch nicht kennen- Vergessene Todesopfer rechter Gewalt in den 1990er Jahren in und um Göttingen‚ aus der ‚Hingeschaut #6‘.
Lasst uns die Namen lernen, die wir noch nicht kennen, die Geschichten derer erzählen, die bisher fehlen.
Kein Vergeben! Kein Vergessen!
Save the Dates! Zwei Veranstaltungen Anfang Juni
Buchvorstellung ‚Hamburgs Baseballschlägerjahre – Rechte und rassistische Gewalt in den 1980er Jahren. Gesellschaftliche Ursachen und staatliche Reaktionen‘ mit Felix Krebs und Florian Schubert | ABAG in Kooperation mit dem Buchladen ‚Rote Straße‘ und dem AStA der Universität Göttingen | 05.06.2026 | 19 Uhr | Buchladen ‚Rote Straße‘ (Nikolaikirchhof 7, Göttingen)
Podiumsgespräch ‚Rechte Gewalt im „roten“ Göttingen – Podiumsgespräch zu neonazistischer Gewalt und dem Kampf dagegen in den 80er und 90er Jahren im „braunen“ Südniedersachsen‘ | ABAG in Kooperation mit dem AStA der Universität Göttingen | 08.06.2026 | 19:00 Uhr | Auditorium Göttingen (Weender Landstraße 2)
ab 17:30 Uhr wird außerdem die Ausstellung „Migrantischer Widerstand im Hamburg der 1990er Jahre“ von Gürsel Yıldırım gezeigt
Vortrag ‚Völkische Landnahme‘ mit Fachjournalistin Andrea Röpke
Vortrag ‚Völkische Landnahme – Ideologie, Erziehung und politische Einflussnahme‘ | Referent*in: Andrea Röpke | veranstaltet von: ABAG | 08.04.2026 | 19 Uhr | ver.di Göttingen (Groner-Tor-Straße 32)
Seit Jahren siedeln sich junge extrem Rechte bewusst in ländlichen Regionen an, um dort generationsübergreifend „nationale Graswurzelarbeit“ zu betreiben. Dieser unauffällige Aktionismus ist gegen die moderne und liberale Gesellschaft der Großstädte gerichtet; es herrschen alte Geschlechterbilder und autoritäre Erziehungsmuster vor. Die Aussteiger*innen von rechts betreiben ökologische Landwirtschaft, pflegen altes Handwerk und nationales Brauchtum, organisieren Landkaufgruppen und eigene Wirtschaftsnetzwerke, die bundesweit agieren. Sie bringen sich in örtlichen Vereinen ein und gehen in die lokale Politik, um Umweltschutz mit „Volksschutz“ zu verbinden und eine angebliche „Überfremdung“ zu verhindern. Über die neue russische ‚Anastasia‚-Bewegung und ihre Idee der Gründung von Familienlandsitzen gewinnen wehrhafte und „vaterländisch“-geprägte Landnahme-Ideen auch in Niedersachsen neue Dynamik. Völkische Ideologie ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, dennoch ist sie Bestandteil der Politik der AfD, und auch in rechtsesoterischen und Reichsbürger- Kreisen breitet sie sich aus.
Die Fachjournalistin Andrea Röpke verfolgt seit Jahren diese kaum beachtete Entwicklung. Sie zeigt die historischen Wurzeln und aktuellen Vernetzungen auf, die bis in die Parlamente reichen. Dabei wird deutlich: Hier handelt es sich um eine deutlich unterschätzte Gefahr.
(extrem) rechte Vorfälle aus 2025 nachmelden!
Meldet (extreme) Angriffe, Vorkommnisse, Versammlungen, Sticker usw. aus dem Jahr 2025 im Dreiländereck Niedersachsen / Thüringen / Hessen nach!
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Kaffee, Kuchen, Hingeschaut #6
Endlich erscheint die neue Ausgabe der Vereinszeitschrift ‚Hingeschaut #6‘ des Antifaschistischen Bildungszentrum und Archiv Göttingen e.V.!
Das wollen wir mit euch feiern.
Am Sonntag 15.02.26 gibt es ab 14 Uhr im Roten Zentrum (Lange-Geismar-Straße 2, Göttingen) Kaffee und Kuchen.
Um 14:30 Uhr stellen wir die Themen der neuen ‚Hingeschaut #6‘ vor.
Vortrag ‚Die extreme Rechte in Uslar und Region‘
Vortrag ‚Die extreme Rechte in Uslar und Region‘ | Referent*innen: ABAG | veranstaltet von: Demokratiebündnis Uslar Bodenfelde | 11.02.2026 | 19 Uhr | Ev. Gemeindehaus Uslar (Kreuzstr. 5 37170 Uslar)
Rechte Gruppen gibt es nicht nur weit weg. Sie sind auch in unserer Region aktiv.
Wir sprechen darüber: Die extreme Rechte in Uslar und Region
Zusammen mit dem Demokratiebündnis Uslar-Bodenfelde.