Unterstützt das ABAG!

Endlich ist es soweit: Das ABAG hat seine Räumlichkeiten bezogen und auch der Verein ist nun in Gründung. Bis wir unser umfangreiches Archiv aber fertig aufgebaut und geordnet haben, dauert es aber noch ein paar Wochen. Doch bald melden wir uns mit unseren Besuchsmöglichkeiten und ersten Veranstaltungen.
Ihr könnt uns allerdings auch jetzt schon unterstützen: Werdet Fördermitglieder, damit wir ein stabiles finanzielles Fundament für unsere ehrenamtliche Arbeit schaffen können!

Das ABAG

Die Extreme Rechte ist in der Bundesrepublik eine andauernde Gefahr für eine offene, soziale und demokratische Gesellschaft. Dabei ist es ohne weiteres feststellbar, dass ihre verschiedenen Strömungen und Akteure – seien es neonazistische Gruppierungen und Parteien, die Neue Rechte, ReichsbürgerInnen, extrem rechte Studentenverbindungen, völkisch geprägte RechtspopulistInnen oder religiös-fundamentalistische Vereine – auch in Südostniedersachsen und Nordthüringen teils seit Jahrzehnten aktiv sind. Der Verein ANTIFASCHISTISCHES BILDUNGSZENTRUM UND ARCHIV GÖTTINGEN e.V. (in Gründung) setzt es sich zur Aufgabe, generell über Ausprägungen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aufzuklären und die aktuellen wie auch zeithistorischen Praxen der Extremen Rechten in der Region zu dokumentieren.

Der Verein zeichnet sich demnach erstens durch sein Bildungsangebot aus. Interessierten wird die Möglichkeit gewährt, sich einen grundsätzlichen Überblick über extrem rechte Strukturen und Ideologien zu verschaffen. Daher stehen Referent*innen des Vereins zum Beispiel öffentlichen Bildungsträgern, Gewerkschaften, Parteien oder Bürger*inneninitiativen für inhaltliche Workshops, Seminare und Vorträge zur Verfügung. Angebotene Themen sind unter anderem extrem rechte Parteien in der Region, die Kritik an den Strukturen studentischer Korporationen oder antifeministische Ideologien innerhalb der Neuen Rechten. Zudem bietet der Verein Praxisworkshops an, etwa zu Datenverschlüsselung und Anonymisierung im Internet oder zu Grundlagen antifaschistischer Recherche. Ohnehin steht das Vereinsarchiv beispielsweise auch für externe Bildungs-, wissenschaftliche oder journalistische Arbeit nach vorheriger Anmeldung zur Verfügung.

Das somit nach Absprache offen zugängliche Archiv besteht maßgeblich aus diversen Primärquellen der regionalen Extremen Rechten seit Mitte der 1970er Jahre, wie etwa neonazistischen Flugblättern oder neurechten Publikationen. Des Weiteren wird mittelfristig eine dementsprechende Fachbibliothek eingerichtet. Der Verein ist jedoch zweitens nicht nur ein Dokumentationszentrum über die geschichtlichen Aspekte der Extremen Rechten, sondern informiert auch über ihre aktuellen Handlungen in Südostniedersachsen und Nordthüringen. Daher erscheint die Vereinszeitschrift „Hingeschaut! Die extreme Rechte in der Region“, die regelmäßig an seine Fördermitglieder verschickt wird. Einzelne Beiträge werden auch hier veröffentlicht.